Liebe Freunde der Geschichtsreisen,

das Team von Extra-Touren Themenreisen bietet seit über 12 Jahren allen geschichtlich und militärhistorisch Interessierten zahlreiche Studienreisen zu historisch bedeutsamen Orten in Deutschland, Frankreich, Italien, Polen und Tschechien an. Wir laden Sie ein, mit uns Orte zu besuchen, die in ihren zeitlichen Epochen Geschichte geschrieben haben, die aber auf Grund ihrer militärischen oder militärpolitischen Bedeutung der Allgemeinheit verborgen blieben. Inhaltlich stehen bei unseren Reisen der I. und II. Weltkrieg und die Zeit des Kalten Krieges mit der Teilung Deutschlands im Mittelpunkt.

Vom Atlantikwall im Westen bis zum Ostwall und der Wolfsschanze in Polen, von der Heeresversuchsanstalt im Norden bis zur Dolomitenfront in Südtirol/Italien bieten wir für kleine Gruppen von 4 – 6 Reisegästen Militärgeschichtliche Reisen, die vom Ablauf individuell gestaltet und ergänzt werden können.

Von unseren Reiseleitern und Guides werden Ihnen an historischen Orten Zusammenhänge der europäischen Geschichte dargestellt und viel Wissenswertes vermittelt, was in der offiziellen Geschichtsschreibung nicht zu finden ist.

Wir hoffen Ihr Interesse geweckt zu haben und freuen uns auf Ihre Anfrage

Ihr Team von Extra-Touren Themenreisen

EXTRA-TOUR in kleiner Gruppe

Gebaut, um nicht gesehen zu werden

Die Liste der Festungen in der Schweiz enthält Festungsbauwerke vom 15. Jahrhundert bis zum Ende des Kalten Krieges. Architektur will ästhetisch interessant und auffällig sein. Bunker und Festungen aber wurden gebaut, um nicht gesehen zu werden. Die Festungen wurden grösstenteils während des Zweiten Weltkriegs erstellt und mit der Armeereform 1995 ausser Dienst gestellt. Die Schweizer Armee unterhielt Artilleriefestungen, die mit Geschützen der Kaliber 7,5 cm, 10,5-cm-Turmkanone oder 15 cm ausgerüstet waren. Die Geschütze waren in Kasematten, Geschütztürmen oder hinter Panzerscharten untergebracht. Einige wurden als Museum zugänglich gemacht oder können auf Anfrage besichtigt werden.

Wussten Sie schon?

Interlaken, Touristenmagnet seit Jahrhunderten, war lange auch ein militärischer Hotspot. Die Lage mitten in der Schweiz, abgeschirmt durch Thuner- und Brienzersee und umgeben von hohen Bergen, prädestinierte den Ort zum Sitz des Armeehauptquartiers zwischen 1941 und 1944. In den Bergen rund um Interlaken befinden sich noch heute ungezählte Tunnelsysteme, Kommandoposten, unterirdische Munitions- und Treibstoffdepots, Infanteriebunker und Artilleriefestungen. Sämtliche Zugänge nach Interlaken – zu Wasser, zu Lande und selbst aus der Luft – hätten im Kriegsfall von grossen Festungswerken aus unter Beschuss ­genommen werden können. Es war die Zeit des Réduits, des Rückzugs grosser Teile der Armee in den Zentralraum der Alpen. Das Réduit sollte eine abschreckende Wirkung entfalten und im Fall eines Einmarsches den Angreifer in langwierige Kämpfe verwickeln.

Unsere Leistunen für Sie:

  • Fahrt im Mercedes-Kleinbus | Kleine Gruppe - max. 7 Personen
  • 5 Übernachtungen mit Halbpension
  • Geführte Besichtigungen mehrerer Bunker und Festungen | wie beschrieben
  • Maut | Straßengebühren | CH
  • Reiseleitung Jens Meyer

Ablauf:

1. Tag         Anreise | Bodensee

Fahrt über Nürnberg, Ulm | Bregenz nach St. Margrethen | Besichtigung Artilleriewerk Heldsberg | Baujahr 1940 | Vom 2. Weltkrieg bis 1993 Teil der Grenzbefestigung im Rheintal | Vier 7.5 cm Festungs-Geschütze | Kontrolle des Südendes des Bodensees, Rheinübergänge bis Montlingen | Sicherung der Übergänge ins Appenzeller Land | Unterirdische Kommandobunker der Grenzbrigade 8 | In über 30 Räumen die Zeit des „Kalten Krieges“ thematisiert

2. Tag         Zentralschweiz | Artilleriefort Magletsch

Fahrt durch das Rheintal nach Wartau | Besichtigung Artilleriewerk Magletsch | Im 2. Weltkrieg das stärkste Artilleriewerk der legendären Festung Sargans | Heute das schweizweit grösste, der Öffentlichkeit zugängliche, Festungswerk | 4 km Stollengänge | Weiterreise in die Zentralschweiz

3. + 4. Tag     Besichtigungen im Rėduit

Infanteriebunker Fischbalmen | 1941/42 durch zivile Unternehmen in der Beatenbucht am Thuner See erstellt | Sein Auftrag: die Gegner am Vormarsch ins Alpenreduit zu hindern | Stollenanlage bis 1994 regelmäßig von Truppen besetzt | Festung Grünenberg | Artilleriewerk A1880 Waldbrand | Eines der grössten Artilleriewerke der Schweizer Armee | Schützenpanzer in verschiedenen Ausführungen sowie die Armeefahrzeuge verschiedener Armeen | Umfangreiche Waffensammlung | Artilleriewerk Faulensee | Unikat unter den Festungsbauten | Speziell ist der 160 Meter lange Verbindungsstollen | Festung Hondrich Berner Oberland | Unterstand 1941 – 2005 höchster Geheimhaltung | Funknische mit noch vorhandenen Funkgeräten | Infanteriefestung Berner Oberland

5.Tag - Rheintal | Feldkirch | Festung Luzisteig

Aus der Zentralschweiz ins Rheintal | Besichtigung Festung Luzisteig | Äußerst sehenswertes Militärmuseum im alten Arsenal - unter General Henri Dufour als Retablierungs- und Unterkunftsgebäude für die Festungsbesatzung gebaut | 40 Jahre Heimat der Trainrekrutenschulen und -truppen | Gewehrgalerie und Sperrmauer | Kasematten, Stallungen und Munitionsmagazin | Übernachtung in Feldkirch

6.Tag - Heimreise

Mit Blick auf den Bodensee geht es zurück nach Dresden.