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EXTRA-TOUR in kleiner Gruppe

Gebaut, um nicht gesehen zu werden

Die Liste der Festungen in der Schweiz enthält Festungsbauwerke vom 15. Jahrhundert bis zum Ende des Kalten Krieges. Architektur will ästhetisch interessant und auffällig sein. Bunker und Festungen aber wurden gebaut, um nicht gesehen zu werden. Die Festungen wurden grösstenteils während des Zweiten Weltkriegs erstellt und mit der Armeereform 1995 ausser Dienst gestellt. Die Schweizer Armee unterhielt Artilleriefestungen, die mit Geschützen der Kaliber 7,5 cm, 10,5-cm-Turmkanone oder 15 cm ausgerüstet waren. Die Geschütze waren in Kasematten, Geschütztürmen oder hinter Panzerscharten untergebracht. Einige wurden als Museum zugänglich gemacht oder können auf Anfrage besichtigt werden.

Wussten Sie schon?

Interlaken, Touristenmagnet seit Jahrhunderten, war lange auch ein militärischer Hotspot. Die Lage mitten in der Schweiz, abgeschirmt durch Thuner- und Brienzersee und umgeben von hohen Bergen, prädestinierte den Ort zum Sitz des Armeehauptquartiers zwischen 1941 und 1944. In den Bergen rund um Interlaken befinden sich noch heute ungezählte Tunnelsysteme, Kommandoposten, unterirdische Munitions- und Treibstoffdepots, Infanteriebunker und Artilleriefestungen. Sämtliche Zugänge nach Interlaken – zu Wasser, zu Lande und selbst aus der Luft – hätten im Kriegsfall von grossen Festungswerken aus unter Beschuss ­genommen werden können. Es war die Zeit des Réduits, des Rückzugs grosser Teile der Armee in den Zentralraum der Alpen. Das Réduit sollte eine abschreckende Wirkung entfalten und im Fall eines Einmarsches den Angreifer in langwierige Kämpfe verwickeln.

Unsere Leistunen für Sie:

  • Fahrt im Mercedes-Kleinbus | Kleine Gruppe - max. 7 Personen
  • 5 Übernachtungen mit Halbpension
  • Geführte Besichtigungen mehrerer Bunker und Festungen | wie beschrieben
  • Maut | Straßengebühren | CH
  • Reiseleitung Jens Meyer

Ablauf:

1. Tag         Anreise | Bodensee

Fahrt über Nürnberg, Ulm | Bregenz nach St. Margrethen | Besichtigung Artilleriewerk Heldsberg | Baujahr 1940 | Vom 2. Weltkrieg bis 1993 Teil der Grenzbefestigung im Rheintal | Vier 7.5 cm Festungs-Geschütze | Kontrolle des Südendes des Bodensees, Rheinübergänge bis Montlingen | Sicherung der Übergänge ins Appenzeller Land | Unterirdische Kommandobunker der Grenzbrigade 8 | In über 30 Räumen die Zeit des „Kalten Krieges“ thematisiert

2. Tag         Zentralschweiz | Artilleriefort Magletsch

Fahrt durch das Rheintal nach Wartau | Besichtigung Artilleriewerk Magletsch | Im 2. Weltkrieg das stärkste Artilleriewerk der legendären Festung Sargans | Heute das schweizweit grösste, der Öffentlichkeit zugängliche, Festungswerk | 4 km Stollengänge | Weiterreise in die Zentralschweiz

3. + 4. Tag     Besichtigungen im Rėduit

Infanteriebunker Fischbalmen | 1941/42 durch zivile Unternehmen in der Beatenbucht am Thuner See erstellt | Sein Auftrag: die Gegner am Vormarsch ins Alpenreduit zu hindern | Stollenanlage bis 1994 regelmäßig von Truppen besetzt | Festung Grünenberg | Artilleriewerk A1880 Waldbrand | Eines der grössten Artilleriewerke der Schweizer Armee | Schützenpanzer in verschiedenen Ausführungen sowie die Armeefahrzeuge verschiedener Armeen | Umfangreiche Waffensammlung | Artilleriewerk Faulensee | Unikat unter den Festungsbauten | Speziell ist der 160 Meter lange Verbindungsstollen | Festung Hondrich Berner Oberland | Unterstand 1941 – 2005 höchster Geheimhaltung | Funknische mit noch vorhandenen Funkgeräten | Infanteriefestung Berner Oberland

5.Tag - Rheintal | Feldkirch | Festung Luzisteig

Aus der Zentralschweiz ins Rheintal | Besichtigung Festung Luzisteig | Äußerst sehenswertes Militärmuseum im alten Arsenal - unter General Henri Dufour als Retablierungs- und Unterkunftsgebäude für die Festungsbesatzung gebaut | 40 Jahre Heimat der Trainrekrutenschulen und -truppen | Gewehrgalerie und Sperrmauer | Kasematten, Stallungen und Munitionsmagazin | Übernachtung in Feldkirch

6.Tag - Heimreise

Mit Blick auf den Bodensee geht es zurück nach Dresden.